Bad Wildungen: Global denken – lokal handeln, wenn der Natur- und Umweltausschuss tagt

Für Mittwoch 20.03.19 um 20 Uhr

Fettwiese mit rund 40 Arten (c) Flyer des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Nach langer Zeit ist wieder mal der Natur- und Umweltausschuss zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen. Weil der einst gewählte Vorsitzende der jetzige Bürgermeister Ralf Gutheil war, muss nun endlich als erstes ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Absprachegemäß wäre der Posten für einen Vertreter der SPD-Fraktion reserviert.
Bereits 1992 hatte sich Bad Wildungen an einem Klimabündnis beteiligt, das die – auf den Stand von 1990 bezogene – Verpflichtung enthält, bis 2030 den CO2-Ausstoß um 50 Prozent zu senken. Darum beantragte die Fraktion Bündnis90/Die Grünen hierzu einen Sachstandsbericht, der als zweiter Tagesordnungspunkt vorgesehen ist.
Als dritter Punkt steht ein Stadtverordnetenbeschluss vom 9. April vorigen Jahres zur Debatte, demzufolge Bad Wildungen eine pestizidfreie Kommune werden soll. Angesichts des desaströsen Insektensterbens ein wichtiges Thema. Da dies konsequenterweise nicht nur öffentliche sondern auch private Grünflächen und landwirtschaftliche Betriebe betrifft, dürfte eine konflikthaltige Debatte erwartet werden.

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3 Kommentare

  1. Was für eine schizophrene Welt.
    Man beklagt das Insektensterben, will aber die angeblich so saubere Windkraft haben – zumindest will das die Fraktion Bündnis90/GRÜNE.
    Windkraftanlagen zerstören die Umwelt vor Allem in China, das Hauptlieferant ist für Neodyme – seltene Erden, die nur in Verbindung mit radioaktiven Elementen vorkommen.
    Windkraftanlagen zerstören aber auch unsere Natur – jedes Jahr sterben etwa 250.000 Raubvögel, 260.000 Fledermäuse und geschätzte 1.200 bis 1.400 TONNEN!!! Insekten durch Windkrafträder.
    Im Vorfeld werden oftmals Brutgebiete bewußt zerstört, ob Rotmilan oder Schwarzstorch, das ist der Windkraftlobby egal.
    Andreas Knieling, der gerade im Rahmen von Terra X in den Medien zu sehen ist, hat dazu ein paar Dokumentationen gemacht.
    Off-Shore Windkraftanlagen haben die Schweinswalpopulation dauerhaft vertrieben.
    An Land verbrauchen die Dinger bis zu 14 ha Landschaft – dauerhaft, nicht temporär. „Beam me up, Scotti“ ist noch nciht erfunden, irgendwie müssen die Bauteile zur Baustelle kommen.
    Zum Vergleich: Der Landschaftsverbrauch von 7 Windkraftanlagen entspricht der Fläche des Hambacher Forstes, der gerodet werden sollte. (Und hoffentlich nie gerodet wird)
    Zurück zum Antrag „pestizidfreie Kommune“ – das Stichwort ist schlicht und ergreifend falsch, denn es geht um Flächen, die der Stadt gehören und die an Landwirte verpachtet sind.
    Allne anderen Nutzern kann und darf man die Nutzung von Pestizen (gemeint ist heir natürlich Glyphosat und nichts anderes) verbiente, auch wenn die Grünen ja gerne eine Verbotsgesellschaft aufoktroyieren würden.
    Da fällt mit in dem Zusammenhang Theophrastus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, ein, der mal sagte: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.“ was natürlich auch auf Glyphosat zutrifft, aber auch auf Schokolade…
    Also wieder einmal ein typischer grüner Sturm im Wasserglas.
    Nicht wahr, Klaus-Oskar, aber ich verstehe ja grüne (Energie)politik nicht?

    • Freundliche Anmerkungen:
      1.) Glyphosat ist ein Herbizid, kein Pestizid. Das ist ein ziemlicher Unterschied.
      2.) Der Hambacher Forst wird inzwischen gefällt. Zumindest in einem kleinen Abschnitt und wohl durch die „Umweltaktivisten“, die ihn ja „eigentlich“ so vehement schützen wollen. https://www.welt.de/vermischtes/article190304483/Hambacher-Forst-Wer-hat-die-Baeume-gefaellt-Und-woher-kommen-die-Baumhaeuser.html
      DAS nenne ich mal schizophren!

      • Ich gebe Ihnen umumwunden Recht.
        Der Begriff „pestizidfreie Kommune“ ist von der Fraktion Bündnis90/Grüne so festgelegt worden, mir ist wohl bekannt, dass Glyphosat ein Herbizit ist.
        Ich wollte aber Bündnis90/Die Grünen nicht weiter verwirren…
        Was den Hambacher Forst angeht, ja, so weit sind wir in diesem Land, dass diejenigen, die vorgeben die Umwelt schützen zu wollen, sie dann noch viel gründlicher zerstören.
        Und auch schizophren ist, dass die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Jahr davor einen ähnlichen Antrag gestellt hatte, der dann mit Stimmen von Bündis90/Grüne abgelehnt worden ist.
        Man hatte offenbar darauf gehofft, das die EU Glyphosat schon vebieten würde…
        Ich habe da meine persönlichen Erfahrungen mit Grünen und Umweltschützern gemacht…
        Nur ein Beispiel…
        Vor etwa 30 Jahren – können ein paar mehr oder weniger sein – war ich zufällig bei meiner Schwester, als ihr Sohn weinend nach Hause kam.
        Ich fragte, warum er weint und er sagte, „die wollen meinen Teich zuschütten“.
        Mir war in der Gegend kein Teich bekannt, also ließ ich mir den Teich zeigen, es war ein Wasserloch auf dem Grund einer stillgelegten Ziegelei, das im Frühjahr Wasser aufnahm, das im Herbst dann wieder versickerte.
        An diesem Wasserloch stand ein stattlicher Bestand des Kleinen Rohrkolbens, der damals von GSG aus als Biotop in den Wäldern ringsum die Stadt angesiedelt wurde.
        Hier stand er ganz natürlich und unter stregem Schutz stehend einfach so in der Gegend.
        Ich tröstete meinen Neffen und wandte mich zunächst an meine eigene Partei, in der ich damals Mitglied war, die aber nicht interessiert war.
        Die Grünen zeigten ebenfalls kein Interesse, ich war schon recht verzweifelt.
        Ein Bekannter, der Mitglied in der Naturschutz-Jungend war, nahm ein paar Wasserproben, ließ die analysieren und das Wasser hatte trotz mehrerer Teerfässer und Kanister im Tümpel Trinkwasserqualität.
        Auch NABU, BUND und Co. war der Kleine Rohrkolben sch…egal.
        Also schickte ich meinen Neffen zum Königsquellenteich und ließ ihn dort Froschlaich (waren vielleicht auch Kröten) holen und in den Tümpel setzen.
        Der Tümpel wurde nicht zugeschüttet…

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