Zu wenig Personal für Abkühlung im Helo-Freibad

Heloponte Front mit neuen Öffnungszeiten Foto: Redaktion

Badengehen in der Badestadt nur noch in weiter verkürzten Öffnungszeiten

Während der Bad Wildunger Bürgermeister Gutheil im Urlaub ist, verkündet der erste Stadtrat Otto, der den Bürgermeister vertritt, die neuen Öffnungszeiten des städtischen Schwimmbads Heloponte.

Durch Personalmangel ist ohnehin seit Beginn der Freibad-Saison das Hallenbad geschlossen, und die Öffnungszeiten sind eingeschränkt.

Jetzt wird, mitten in den hessischen Schulferien und bis zu deren Ende, die Öffnungszeit weiter verringert – Baden geht wochentags nur noch von 13 bis 18 Uhr, Frühschwimmen ist von 7 bis 9 Uhr, außer montags, da ist das Bad geschlossen. Am Wochenende fällt das Frühschwimmen weg, dafür ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Und am Samstag, dem 13.8., ist ab 8 Uhr geöffnet, dafür schon um 15 Uhr Schluss mit Baden.

Genaueres findet sich auf der Homepage des Heloponte: http://www.heloponte.de/

Kommentar der Redaktion:

Verantwortlich für diese Misere ist laut Herrn Otto „das Parlament“. Nun, hier könnte der Erste Stadtrat doch konkreter werden: seine eigene Partei, die CDU, hatte bereits den ersten Haushalt des neuen Bürgermeisters mit der Auflage belegt, 5 Prozent einzusparen. Und seitdem wird von Seiten der CDU, unterstützt durch die FDP, immer wieder auf Verringerung der Personalkosten und Stellenabbau in der Verwaltung gedrängt. Aus diesem Grund wurden auch die Stellen für das Personal des Heloponte nur befristet bis zum voraussichtlichen Abriss des Schwimmbads. Nur – wer wenig verdient, muss gut planen können. Und so wechselten einige Mitarbeiter lieber zu einem unbefristeten Arbeitsplatz.

Dieses Beispiel zeigt, wie wenig sich die Parlamentarier der CDU und der FDP, die solche Forderungen stellen, über die Auswirkungen für die Betroffenen klar sind. Sie nehmen in Kauf, dass deren Arbeit im Zweifelsfall nicht mehr gemacht wird. Und so fehlen dann öffentliche Angebote für die Wildungerinnen und Wildunger und für die Gäste, die diese Stadt so dringend braucht. Und wie soll es weitergehen, wenn das Heloponte doch nicht wie geplant abgerissen und neu gebaut wird, sondern Verzögerungen eintreten?

AS

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4 Kommentare

  1. Wird der Tourismus auch in Zukunft (hier in unserer Region) noch einen entscheidenden Anteil an den Wirtschaftsprozessen (als Einkommensquelle) haben?

    Tatsache ist: Die touristischen (Freizeit-) Angebote in unserer (Urlaubs-) Region, sie werden aus klimatischen Gründen, insbesondere auch aus menschlichen Vorgaben und Versäumnissen, massiv eingeschränkt, ausgedünnt – bis hin ganz aufgegeben.

    Unsere Region verliert mehr und mehr ihre Erlebnis-, Wellness- und Gesundheitsangebote. Der Gast und Besucher, selbst die hier lebenden Menschen, müssen mehr und mehr nach Angeboten suchen – und oft lange Wege auf sich nehmen.

    Ein paar Beispiele:

    • Der Edersee (zur Hauptferienzeit) ist nur noch ein „Tümpel“;
    • die Pflanzenwelt vertrocknet Zusehens;
    • das Freizeitbad „Heloponte“ in Teilbereichen geschlossen – die Öffnungszeiten stark reduziert – montags bei hochsommerlichen Temperaturen (>30°) geschlossen,
    • die Gastronomiebetriebe wegen Personalmangel immer öfters geschlossen.

    Die Freizeitangebote werden immer spärlicher und ausgedünnter. Tendenz zunehmend!

    Freizeitangebote, die den hier lebenden Menschen, dem zukünftigen potentiellen Gast und Besucher, das (Arbeits-) Leben eigentlich erleichtern sollen – insbesondere in den Urlaubs- und Ferienzeiten.

    Da stellt sich mir doch zwangsläufig die Frage: Was soll nur aus unserer Edersee-Region, aus der Lebensqualität der hier lebenden Menschen, in Zukunft werden?

    Was muss sich ändern – was sollte auf den Weg gebracht werden?

    Alle Entscheidungsträger, die für unsere Region Verantwortung übernommen haben, alle am Thema fachkundig Interessierten, sollten sich zusammenfinden und einen touristischen Masterplan für unsere Region ausarbeiten: wie und wohin sich unsere Region in 10, 30, 50 ja 100 Jahren weiterentwickeln könnte – zumindest eine grobe Marschrichtung umschreiben.

    Ein Masterplan, zumindest eine dafür grobe Marschrichtung, wird (meiner Meinung nach) dringend notwendig sein. Damit die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger, und das erfährt und hört man überall in den Parlamenten und Unternehmen, auch dem Ziel entsprechende Entscheidungen treffen können.

    Ohne einen Masterplan, wird es sehr schwer werden, etwas (wirklich) Neues aufzubauen.

    Ein Masterplan, der die Auswirkungen des Klimawandels (den Wassernotstand), die Energie- und Personalnot, um nur drei zu nennen, aufnimmt – und mit entsprechen Ideen und Konzepten gegensteuert.

    Jetzt sind mehr denn je Phantasie und Kreativität gefragt.
    Ein „Visionum“ könnte hierbei sehr hilfreich sein.

    • Wieso sollen Laien einen „Masterplan“ erarbeiten, wenn es ein Stadtmarketing gibt, das eigentlich für so etwas zuständig wäre, wenn es denn entsprechend qualifiziertes Personal hätte? Jetzt wird auch noch ein zusätzlicher Mitarbeiter beim Stadtmarketing gesucht, der für das Kartenabknipsen bei allerlei schlechtbesuchten Veranstaltungen ohne Sponsoren zuständig sein soll.
      Gleichzeitig sind aber viele Marketing-Mitarbeiter nicht ausgelastet, organisieren 2-3 Konzerte im Jahr, eine Kurparkbeleuchtung, ein paar Theatervorstellungen oder 4 bunte Heftchen im Jahr – und das wars. Neue Mitarbeiter wären dort überflüssig, man könnte sogar welche abbauen.
      Solange das sogenannte „Staatsbad“ jedes Jahr weit mehr als eine Millionen Euro Miese in der Wildunger Stadtkasse verursacht, sehe ich es nicht ein, mich irgendwo kostenlos und ehrenamtlich zu engagieren, damit die Faulpelze da weiter Däumchen drehen können. Erst wenn die Altlast Staatsbad endgültig abgewickelt ist – und man beim Marketing einen Neustart hinlegt-, kann es mit Wildungen auch wieder aufwärts gehen.

      • Die Aufgabe von Bürgermeistern, von Parlamentariern und Parlamentarierinnen, sowie von Institutionen wie z.B. ein Stadtmarketing, deren Aufgabe ist es i. d. R. nicht Masterpläne, z. B. für die Entwicklung einer Stadt oder Region, zu erstellen.

        Nein, deren Aufgabe ist es, bzw. sollte es sein, die für die Erstellung eines Masterplans notwendigen Vorrausetzungen zu schaffen.

        Ein Klima zu schaffen, wo kreative und phantasievolle Menschen zusammenkommen und ihre zukunftsweisenden Ideen und Konzepte vorstellen und (gemeinsam) weiterentwickeln können.

        Ideen und Konzepte, die potentielle Initiatoren und Investoren, aus ganz Europa, aufmerksam werden lassen.

        Ein „Visionum“ zum Beispiel könnte dies leisten.

        • Dann sollte man sich als erstes in den „Masterplan“ schreiben, dass das sogenannte „Staatsbad“ abgewickelt werden sollte. Allein schon der Name ist eine Anmaßung. Da steckt kein Staat hinter. Seit annäherend 20 Jahren verursachte diese Stadtmarketing GmbH weit mehr als 1 Millionen Euro Defizit jährlich, das von Wildunger Steuergeldern ausgeglichen werden muss. Es gibt keinen festen Etat, womit man diese Ausgaben deckeln könnte.
          Eine zentrale Aufgabe von Veranstaltungen eines Stadtmarketings wäre es, dass man für Sponsoren sorgt, umso Defizite zu vermeiden. Dieser Aufgabe kommt das Stadtmarketing nicht nach – und kam dieser Aufgabe auch noch nie nach. Theaterveranstaltungen, Kurparkbeleuchtung, Blumenkorso, Konzerte haben keine Sponsoren – mit Ausnahme vom „Folk im Park“, die eine Feld-, Wald- und Wiesenbank und ein Klempnerunternehmen als Sponsoren aufweisen können, deren Beitrag aber kaum dafür sorgt das Festival aus den roten Zahlen zu holen.

          Das läuft in Arolsen mit den Barockfestspielen besser. Dort kommt man locker auf über 20 Sponsoren, so dass die Veranstaltung nicht noch mit Steuergeldern bezuschusst werden muss. Dort gibt es auch keine Stadtmarketing GmbH mit einem dutzend Angestellten. Das erledigen dort 2-3 Rathausmitarbeiter.

          Daher meine Forderung: „Staatsbad“ abwickeln. Lasst den Job 2-3 Leute machen, die direkt beim Rathaus angestellt sind und ein Budget haben. Die Gewinnung von Sponsoren, damit die Veranstaltungen kostendeckend organisiert werden können, sollte oberste Priorität bei einer Neuausrichtung des Stadtmarketings haben.

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