Aus dem Stadtparlament (3): Noch lange mit dem alten Heloponte leben?

(Foto: PR/Archiv)

In der letzten Stadtverordnetenversammlung (4. Mai) bat der Magistrat erneut um Zustimmung für Reparaturen im Heloponte – diesmal im Freibad. Die Kosten wurden mit etwa 70.000 Euro netto veranschlagt.
Worum geht es? Am Rand des großen Schwimmbeckens müssen Fliesen erneuert werden. Eigentlich ist dies eine Routinearbeit. Allerdings stellte sich heraus, dass das Mörtelbett des Beckenkopfes vollkommen marode ist und deswegen die gesamte Beckenkopfverkleidung erneuert werden muss.
Das brachte einige Stadtverordnete ins Überlegen. Nachdem Betriebsleiter Hans-Jürgen Kramer jedoch erklärend vorgetragen hatte, wurden die 70.000 Euro einstimmig bewilligt.
Dabei zeigte sich wieder einmal, dass die Schwimmbad-Fans in Bad Wildungen noch lange auf die bereits beschlossene Neubaulösung für die Freizeitanlage warten müssen. Gegen Ende dieses Jahres wird das Raumkonzept für Heloponte II erwartet. Wahrscheinlich schon früher die in Arbeit befindliche Wirtschaftslichkeitsberechnung mit dem gedeckelten Defizit von maximal einer Mio. Euro Defizit. Erst nachdem diese Ergebnisse vorliegen können die weiteren Planungsschritte erfolgen. Und dann folgt noch die Bauphase. Also muss man wohl bei diesem Ablauf bis zur Neueröffnung mit mindestens vier Jahren rechnen. Außerdem wies der Magistrat in seiner Vorlage darauf hin, dass die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf den städtischen Haushalt noch nicht sicher seien und sich damit möglicherweise die Frage der Finanzierbarkeit (geschätzt 30 Mio. Euro) für Heloponte II noch einmal neu stellen wird. Das könnte zu weiteren Verzögerungen für den Neueröffnungstermin führen.

Wir meinen: Die Entscheidung der Stadtverordneten, die 70.000 Euro zu bewilligen, ist verständlich. Dann kann zumindest das Freibad noch eine Reihe von weiteren Jahren betrieben und genutzt werden. Bleibt zu hoffen, dass dies auch für das Hallenbad gilt.

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