Edertaler Gemeindevertretung spendet für Flutopfer

1000 Euro auf das Konto des Landkreises Ahrweiler überwiesen

Die aktuellen Bilder aus den Katastrophengebieten wecken bei vielen Edertaler*innen emotionale Erinnerungen an die Bombardierung und Zerstörung der Edertalsperre im Zweiten Weltkrieg. Auch hier riss eine riesige Flutwelle viele Menschen in den Tod und sorgte wie auf dem Foto zu sehen in Affoldern und in anderen am Fluss gelegen Dörfern für enorme Zerstörungen. (Reprofoto: Klein)

Von Uli Klein.

Die Edertaler Gemeindevertretung spendet 1000 Euro für den am schlimmsten von der Flutkatastrophe betroffenen Landkreis Ahrweiler. Angesichts der vielen Todesopfer in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, werden auch in Edertal düstere Erinnerungen an die Bombardierung und Zerstörung der Edertalsperre im Zweiten Weltkrieg wach, in deren Folge dutzende Menschen in einer riesigen Flutwelle ums Leben kamen.

Die Bilder zerstörter Häuser und verwüsteter Landstriche nach dem Unwetterchaos im Westen, Süden und Osten Deutschlands, erinnern in mehrerlei Hinsicht an das unsägliche Leid in den betroffenen Edertaler Dörfern und entlang der Eder im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis. „Bei den Überlebenden und ihren Nachkommen werden beim neuerlichen Anblick der enormen Zerstörungskraft des Wassers schmerzhafte Gefühle geweckt. Denn auch bei uns standen vor 78 Jahren viele Menschen nach der Flut vor dem existenziellen Nichts und sie betrauerten viele Tote. Umso ausgeprägter sind in unserer Gemeinde die Hilfsbereitschaft, der Zusammenhalt und solidarisches Handeln“, berichtet Edertals Bürgermeister Klaus Gier. Er freue sich daher sehr darüber, dass die Gemeindevertretung mit ihrem Vorsitzenden an der Spitze einen Spendenaufruf im Kreise der Parlamentarier gestartet habe, die auf eine Initiative des Ältestenrates zurückzuführen sei. Die Spendenaktion der Gemeindevertretung habe Vorbildcharakter und sei ein starkes Signal auch für Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen. „Wir alle können was tun, um die Not und Verzweiflung der Menschen in den betroffenen Katastrophengebieten zu lindern“, rufen die 31 Kommunalpolitiker*innen und der Bürgermeister zu weiteren Geldspenden auf.

SPENDENKONTEN: Landkreis Ahrweiler und Adenau Betreff: „Hochwasserhilfe“: KSK Ahrweiler DE86 5775 1310 0000 3394 57, KSK Ahrweiler DE18 5775 1310 0000 1000 24, Volksbank RheinAhrEifel DE55 5776 1591 0600 0220 00, Postbank Köln DE84 3701 0050 0017 2905 06

Oder:
Aktion Deutschland Hilft (Bündnis deutscher Hilfsorganisationen) Spenden-Stichwort: „Hochwasser Deutschland“. Spendenkonto der Bank für Sozialwirtschaft: DE62 3702 0500 0000 1020 30

BILDUNTERSCHRIFT: Die aktuellen Bilder aus den Katastrophengebieten wecken bei vielen Edertaler*innen emotionale Erinnerungen an die Bombardierung und Zerstörung der Edertalsperre im Zweiten Weltkrieg. Auch hier riss eine riesige Flutwelle viele Menschen in den Tod und sorgte wie auf dem Foto zu sehen in Affoldern und in anderen am Fluss gelegen Dörfern für enorme Zerstörungen. (Reprofoto: Klein)

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