Aus dem Stadtparlament (4) Tunnelverlängerung: Kein Licht am Ende des Tunnels

Dauerproblem Kurhaus besteht weiter

Das "Neue Kurhaus" - Noch immer fehlt jede Parspektive. (Foto: M. Zimmermann/Archiv))

In der letzten Stadtverordnetenversammlung am 4. Mai berichtete Bürgermeister Ralf Gutheil wie üblich zum Bauvorhaben auf dem Kurhausgelände. Die Stadtverordneten hatten ja wieder mal viele Wochen nichts über den Sachstand erfahren.
Darüber, dass der Bürgermeister erneut seinen Kurzbericht ohne irgendeine Fortschrittsmeldung vortrug, machte sich merklich Unmut breit.
Die Frist für den „Letter of Intent“ – also eine Absichtserklärung – mit den Projektentwicklern war am 30. April ergebnislos abgelaufen. Aber der Investor sei – so das Stadtoberhaupt – weiterhin an dem Hotelneubau interessiert, will allerdings vor September nicht mehr aktiv werden. Offenbar wegen der Turbulenzen infolge der Corona-Krise, vermutet Gutheil.
Dr. Hans Schultheis (Freie Wähler) und Klaus Stützle (Bündnis 90/Grüne) trugen offen ihr Unverständnis und ihre Enttäuschung über diesen Entwicklungsstillstand vor. Dr. Schultheis schlug die Bildung eines städtisches Gremiums vor, das sich nun auf breiter Front mit der Kurhausfrage beschäftigen solle. Klaus Stützle konstatierte, dass sich die Badestadt wegen der Außenwirkung solche Endlosgeschichten nicht weiter erlauben könne.

Wir meinen: Wenn Bürgermeister Gutheil als Antwort auf den Vorschlag von Dr. Schultheis meint, dass ein solches Gremium überflüssig sei, dann ist das zu wenig. Genauso ist es zu wenig, wenn der Bürgermeister auf Klaus Stützle antwortet: „Mir dauert das auch zu lange, bis etwas entschieden oder entwickelt wird.“ Die Wildunger Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass der von ihnen gewählte Bürgermeister für solche Probleme in angemessener Zeit eine Lösung findet. Dies ist leider nicht in Sicht. Ebenso ist nicht ersichtlich, in welcher Weise sich der Bürgermeister mit eigenständigen Beiträgen für das Kurhaus engagiert. Es wird höchste Zeit. Seine Aufforderung an die Stadtverordneten „sich selbst Gedanken zu machen“, kennzeichnet seine Haltung. (red/mz)

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2 Kommentare

  1. Unser schönes Bad Wildungen könnte so schön dastehen, wenn nicht immer alle was zu meckern hätten. Angefangen mit der AWW und WIN, die nix zustande kriegen, sowie mit dem Stadtparlament. Viel Gelaber und Nix kommt bei raus!!
    Das fängt bei der Bebauung des Molkerei-Geländes durch Edeka an. Geht weiter mit Heloponte, was seit Jahren dahin dümpelt….Objekt Oestreich in der Brunnenstraße sowie Klinik Parkhöhe…..und Kurhaus und und und.
    Wicker u. Wolmert wollten das Objekt Kurhaus super in Stand bringen und…… Auflagen Auflagen Auflagen.
    Dass da kein Investor nicht Bock hat ist doch klar!!!
    Der, der bezahlt, der bestimmt, welche Lieder gespielt werden!!!
    Fritzlar ist ein Vorbild!!!!!!!

  2. Nach meinem Wissen, wurde das „Neue Kurhaus“ (seit seiner Schließung) doch noch nie wirklich mit entsprechenden Bauplänen, Bildern und Expertisen, offen für neue Ideen und Konzepte, europaweit angepriesen.
    Ein Gremium zu gründen, was Herr Dr. Schultheis hier vorschlägt, das sich allein mit dem Kurhaus-Areal beschäftigt, um dort städtebauliche Dinge auf den Weg zu bringen“, dies ist nicht nur richtig, sondern für eine dynamische und zukunftweisende Stadtentwicklung dringend geboten.
    Dieses Gremium sollte dann auch wirklich, mit entsprechenden Bauplänen, Bildern und Expertisen, nach neuen Ideen und Konzepten, nach Initiatoren und Investoren, europaweit suchen, insbesondere auf Initiatoren und Investoren zugehen; Vorhaben die in die gleiche Richtung gehen (eventuell) zusammenführen. Ganz wichtig: Die Öffentlichkeit immer über den aktuellen Stand der Dinge informieren.
    Die Arbeit dieses Gremiums darf jedoch nicht wieder zu einer „Endlosgeschichte“ werden. D. h., eine genaue Vorgehensweise, mit definierten Zeiträumen, sollte determiniert sein.
    Die meisten Kleinstädte haben heute große Probleme mit ihrer Stadtentwicklung; das was Bad Wildungen hier durchmacht, ist kein Alleinstellungsmerkmal der Stadt.
    Die Zeiten haben sich geändert.
    Heute muss eine Stadt auf Initiatoren und Investoren zugehen – auf sich aufmerksam machen. Jedoch sollte sich eine Stadt niemals ausliefern: Nur das Beste, das stimmigste und lebensbejahendste Vorhaben, das eine zukunfts
    weisende dynamische Stadtentwicklung verspricht, zählt.

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