Gemeinsam die Krise meistern

Bürgermeister Klaus Gier wendet sich an die Bevölkerung

(Foto: Klein/A/Archiv)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir erleben seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland eine Krise noch nie dagewesenen Ausmaßes. Der Erreger Covid 19 hat das öffentliche Leben auch in unserer Gemeinde nahezu zum Erliegen gebracht, und wir alle sind dazu gezwungen, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.
Das ist nicht leicht, aber nur so können wir alle gemeinsam eine schnelle Ausbreitung des Virus verhindern. In diesem Zusammenhang ist von jedem Einzelnen von uns Solidarität und Hilfe besonders für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger gefragt, die mit zunehmenden Alter den Risikogruppen zugeordnet werden. Wir sind in einer Situation, in der es auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung ankommt, um gerade diesen Menschen den hoffentlich schadlosen Weg durch diese lebensbedrohliche Epidemie zu erleichtern. Wir alle können hier was tun, indem wir unseren älteren Nachbarinnen und Nachbarn unter die Arme greifen, indem wir beispielsweise Einkäufe für sie erledigen oder Wege, beispielsweise zum nächsten Briefkasten, übernehmen. Darum appelliere ich an dieser Stelle eindringlich an Sie: Helfen Sie, wo immer sie können! Passen Sie dabei aber unbedingt auf Ihre eigene körperliche Unversehrtheit auf! Achten Sie daher immer auf den empfohlenen Mindestabstand zu anderen Menschen von 1,5 Meter!
Ich möchte diesen Aufruf sehr gerne dafür nutzen, um all denen herzlich dafür zu danken, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten und den sprichwörtlichen Laden am Laufen halten. Gemeint sind hier nicht nur Ärzte und Pflegepersonal, sondern auch medizinische Therapeuten, Postboten sowie unzählige Frauen und Männer, die uns mit lebensnotwendigen Lebensmitteln versorgen. Ihnen allen gilt mein allergrößter Respekt! Ich bin mir durchaus bewusst, dass der Verzicht auf zwischenmenschliche Kontakte und gewohnte Rituale sowie die Einschränkung liebgewonnener Einrichtungen auch in unserer Gemeinde mit gewissen, aber durchaus vertretbaren „Opfern“ verbunden ist. Wir befinden uns aber nun mal in einer außergewöhnlichen Situation, in der es auf die höchsten Werte unserer Gesellschaft wie Solidarität, Rücksichtnahme und ein hohes Maß an Zwischenmenschlichkeit bei aller gebotenen Distanz ankommt. Dies sollte jedem von uns bewusst sein!
Ich freue mich sehr darüber, dass in unserem Landkreis vom „Ring Der Politischen Jugend“ eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen wurde, um Menschen zu helfen, die im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus in Not geraten sind. Bei Einkaufswünschen sind die Alltagshelden telefonisch erreichbar: 0157-32404503 oder per E-Mail: Alltagshelden-wa-fkb@gmx.de
Wir haben ja gerade in Edertal bei dem Zustrom der Flüchtlinge vor einiger Zeit davon profitiert, dass sich engagierte Bürger vor Ort zusammengefunden haben und sich der Flüchtlinge angenommen und begleitet haben. Vielleicht bildet sich ja auch hier wieder ein Netzwerk verschiedener Akteure aus allen Ortsteilen. Sofern Sie vor Ort bereits auch schon einzelne Personen oder Gruppierungen haben, bitten wir um entsprechende Mitteilung, damit wir ggf. Unterstützung leisten oder koordinierend tätig werden können (Tel.: 05623/8080, E-Mail: gemeinde@edertal.de)

Abschließend möchte ich Sie herzlich darum bitten, passen Sie gut auf sich sowie Ihre Familien und Mitmenschen auf – und bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister Klaus Gier

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