Konsequenzen aus Covid-19?

Die heutige Situation auf der Erde gezeigt uns doch: Wenn die Menschheit einen gemeinsamen Gegner und ein gemeinsames Ziel hat, wird alles, wirklich alles was wir uns vor ein paar Wochen noch nicht vorstellen konnten, plötzlich möglich – möglich gemacht.
Wer hätte noch vor ein paar Tagen geglaubt bzw. sich vorstellen können, …
• … dass die Menschheit, von einem auf den anderen Tag, ihr höchstes Gut, die Freiheit (die öffentliche Bewegungsfreiheit) freiwillig einschränken wird.
• … dass die notwendigen Maßnahmen, zum Erhalt eines gemäßigten Klimas, für den Umwelt- und Naturschutz, von heute auf morgen umsetzbar sind.
• … wenn die Menschheit einen gemeinsamen Gegner und eine gemeinsame Aufgabe hat, die weltweiten Streitigkeiten plötzlich ihre Prioritäten verlieren.
… dass die Menschen, auf der gesamten Erde, das gleiche Gesprächsthema haben, sie letztendlich vor den gleichen Herausforderungen stehen. Jetzt werden alle die lügengestraft, die immer und immer wieder (gebetsmühlenartig) behauptet haben, der Mensch (die Menschheit) wäre niemals in der Lage sich einem gemeinsamen großen Problem, einer großen Aufgabe gemeinsam zuzuwenden. Der Egoismus und die Habgier des Menschen würden das stets verhindern.
Auf der anderen Seite zeigt die heutige Situation auch, wie abhängig wir uns von einer ausbeuterischen und zerstörerischen Lebens- und Wirtschaftsweise gemacht haben. Jede wissende und intelligente Spezies müsste sich doch jetzt die Fragen stellen: Machen wir, bzw. können wir, als wenn nichts gewesen wäre, nach jeder Krise so weiter machen? Gibt es zur heutigen Lebens- und Wirtschaftsweise wirklich keine Alternative – die vielleicht sogar noch mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität für die Menschheit, dem Leben allgemein auf der Erde, verspricht? Die Frage sollte, nein sie muss sich doch eine intelligente Spezies stellen.

Eckhard Bock

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1 Kommentar

  1. Haben wir hier nicht ein typisches Beispiel dafür vor Augen, dass sich jemand als Philosoph fühlt und versucht, uns Mitmenschen mit großartigen Floskeln die Welt mit ihren Mängeln zu erklären? Und wir lesen mit Staunen, wie hoch dabei die Latte für die Menschheit, die intelligente Spezies, gelegt wird! Da sind doch Enttäuschungen vorprogrammiert.
    Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner? Herabgestiegen vom intellektuellen Podest des beobachtenden Analytikers könnte der Autor feststellen: Da entstehen im Resonanzraum der Pandemie ganz praktisch Nachbarschaftshilfen, nicht nur hier vor Ort auf private Initiative, sondern sogar zwischen Regierungen verschiedener Staaten. Da werden nun von verschiedenen demokratisch legitimierten Politikern verschiedener Couleur ebenso wie von Praktikern des betrieblichen Wirtschaftens die Begründungen für die neoliberale – kapitalistische – Ökonomie infrage gestellt.
    Seien wir also nicht so missmutig und sehen die sich entwickelnden Chancen für die Zeit nach Covid-19 mal positiv!

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