Aufwertung der Kurstadt Bad Wildungen

Sprecherin des Kurhaus-Vereins Dr. Mechthild Hessbrüggen fordert Offenlegung der drei Gutachten

Reißen die Bagger bald auch das Kurhaus-Kerngebäude ab? Foto: Zinke

Der Sprecherin des Fördervereins Kurhaus Bad Wildungen Dr. Mechthild Hessbrüggen reicht der erste zusammenfassende Überblick der drei Gutachten, der im Planungsausschuss vorgestellt worden ist, nicht aus. Ihren Beitrag „Wofür steht Bad Wildungen?“ veröffentlichen wir ungekürzt.


Noch liegen die 3! zur Zukunft Bad Wildungen erstellten Gutachten namhafter Planungsbüros für die Öffentlichkeit unter Verschluß ! In einer allgemein zugänglichen Planungsausschußsitzung aber, an der wir teilnahmen, wurde ein erster zusammenfassender Überblick zu den Kernaussagen gutachterlicher Erfassungen und Empfehlungen vorgestellt. Darüber berichtete die WLZ ausführlich am 12.2.22 unter dem zutreffenden Titel: „Gesundheit ist das Top-Thema“.

Auch unter dem Vorbehalt noch eingeschränkter Vollständigkeit der Auswertung hat der Förderkreis Zukunft Kurhaus und Stadtentwicklung die dreifach übereinstimmende Aussage zur Bad Wildunger Identität als Kur-und Gesundheitsstandort von nationalem Rang als Bestätigung seiner Initiative wahrgenommen, das Kurhaus als modernes Zentrum für eine langfristige Zukunft des Kurbades zu erhalten.

Das „eindeutige kurstädtische Profil zu schärfen“, heißt es da, eine
Aufenthaltsqualität mit Wohlfühlcharakter auszubauen! Die so definierte Kernbotschaft „Gesundheit- Natur- Urbanität“ für die kurortrelevante, zukunftsorientierte Weiterentwicklung wird daher zum unerläßlichen Kompaß aller städtischen Entscheidungen! Gesundheitsvorsorge verändert sich, wird vermehrt nachgefragt werden. Dem härter werdenden Wettbewerb ihrer Standorte gewachsen zu sein, wird die Zukunft der Stadt bestimmen.


Auch die Umnutzung des Kurhausareals als „zentrale Entwicklungsfläche“ wird als bindend genannt für eine „Aufwertung der Kurstadt Bad Wildungen“ als d i e Gesundheits- und
Erholungsstadt. Manche der vorgetragenen Empfehlungen erscheinen – jedenfalls auf den ersten Blick gesehen – geradezu passgenau getroffen mit schon angedachter Gesundheitsakademie,
einem dezentralen Standort für ein Landesamt Gesundheit nach bayrischem Vorbild (Bad Kissingen), das allerdings für Hessen noch in ersten Überlegungen steckt. Realistischer vorstellbar dagegen die Einrichtung einer offenen Bildungs- und Begegnungsstätte für Bürger und Gäste, zumal kompetentes Klinik-und Therapiewissen sowie eine VHS zur Zusammenarbeit denkbar/greifbar wären.

Solche Pläne erhalten zusätzliches Gewicht, als sie inhaltlich einem bereits 2015 einstimmig gefaßten Beschluß der Stadtverordneten zur Nutzung des Kurhauses entsprächen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten der Erhalt eines Bürgersaals, die Möglichkeit von regionalen wie familiären Veranstaltungen, eine theatergeeignete Bühne samt Nebenräumen, Bedingungen für ein breiteres kulturelles Angebot als in beiden Wandelhallen vorhanden.
Wenn die 3 angesprochenen Gutachten leider eine Einschätzung ihrer Stadt durch die Wildunger Bürger als Stagnation seit Jahren (nicht erst coronabedingt) feststellen mussten, appellieren wir dringend an alle Entscheidungsträger, das endlich vorliegende Strategiepapier der erfahrenen Planungsbüros für einen soliden Rahmen weiterer Maßnahmen grundlegend und verbindlich zu nutzen, unserem liebenswerten, traditionsstarken Kurort einen zukunftsträchtigen Ruf zu sichern.
Noch einmal die Frage: Wofür steht Bad Wildungen in 10, in 15 Jahren, wenn heute der Mut fehlt zu Vision und Aufbruch?

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2 Kommentare

  1. Auf dem Foto erkennbar „Absicherung des verbleibenden Baukörpers“ -StaVo Beschluss 3.5.21 . ZUGEMAUERT wie „damals vor 1989 in der Bernauer Straße“ (W. Mombrei 3.5.21)

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