Spannende Geschichte des Kurhauses

Zweite Veranstaltung des Fördervereins mit 40 Interessierten

Das alte Kurhaus kennt keiner mehr. (Foto: Stadtarchiv)

Eine Verdoppelung der Inzidenz in 2 Wochen? Bei Corona wäre dies Angst erregend.

Nicht so beim gerade erst gegründeten Kurhaus-Förderverein. Die Verdoppelung der Teilnehmerzahl war auch dem angekündigten Vortrag zur 34 Jahre alten Geschichte des im Jugendstil erbauten Kurhauses geschuldet: Alt-Bürgermeister Dr. Lückhoff und Architekt Bernd Gehring berichteten von den Anfängen 1987 bis heute. Vorsorglich hatte der Verein dazu ins „Rhetorikum“ eingeladen, das sich in den Räumen der ehemaligen Quellen-Apotheke befindet.

Rund 40 Interessierte folgten den Ausführungen, die mit projizierten Fotos von Veranstaltungen im Kurhaus, Zeitungsausschnitten und Bauzeichnungen unterlegt wurden. Der Vorschlag des Duos Lückhoff/Gehring zur Verwendung des Kurhauses zusammen mit Hotels, bekannt geworden als „Impulspapier“, fand unter den Anwesenden größere Beachtung als damals im Parlament und Rathaus. Ohne diesen Vorschlag zu diskutieren verschwand dieser Plan in der Schublade des Bürgermeisterschreibtisches, bedauerten die beiden Verfasser.

Zahlreiche Redebeiträge von Anwesenden wiesen auf Versprechungen seitens der Stadt hin, die nicht eingehalten wurden bzw. deutlich machten, dass es allenfalls eine formale Bürgerbeteiligung in Bad Wildungen gegeben hätte, die in der Realität jedoch ganz anders aussähe. Schnell wurde deutlich, dass das Rathaus eine Agenda verfolgte, die eine Reaktivierung kategorisch ausschloss. So habe bei der Vorstellung des Impulspapiers im Planungs- und Wirtschaftsausschuss im Beisein von Bürgermeister Zimmermann die für Wirtschaftsförderung zuständige Frau Kühlewind gesagt, dass man das Kurhaus nicht brauche. Eine von Wildunger Ärzten organisierte Demo mit Unterschriftensammlung war folgenlos. Beim Abriss des Bürgerhauses, das dem Einkaufszentrum Fürstengalerie weichen musste, wurde das Versprechen gegeben, für Ersatz im Kurhaus zu sorgen.

All dies habe zur Verbitterung und Unglaubwürdigkeit beigetragen.

Die Anwesenden empfanden dieses Forum des Vereins, in dem alle Redebeiträge ernst genommen würden, als erfrischend und neu. Viel Beifall gab es u.a. auch für die Einrichtung eines Ideen-Pools, in den Vorschläge für die Verwendung eines reaktivierten Kurhauses eingebracht werden können.

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1 Kommentar

  1. Frau Kühlewind war Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH namens „Staatsbad“. Heute ist es wohl Frau Waid. Wie kann die Geschäftsführerin einer GmbH, die noch nie eine positive Bilanz aufweisen konnte ( https://www.northdata.de/Staatsbad+Bad+Wildungen+GmbH,+Bad+Wildungen/Amtsgericht+Fritzlar+HRB+2356 ), für die städtische Wirtschaftsförderung zuständig sein? Wenn Frau Kühlewind irgendeine wirtschaftliche Kompetenz hätte, müsste sie zunächst einmal zusehen, dass die GmbH, für die sie arbeitet, nicht ständig Verluste einfahren würde, die dann vom Steuerzahler beglichen werden müssen. Sich dann anzumaßen, man sei für die städtische „Wirtschaftsförderung“ zuständig, ist bestenfalls lachhaft, in Anbetracht von jahrelanger Verschwendung von öffentlichen Geldern beim „Staatsbad“ mit Feuerwerken im Kurpark, vierteljährlichen Heftchen „Erleben“ mit zigtausendfacher Auflage, schlecht besuchten Veranstaltungen wie Folk im Park (das wegen einer Hochzeitsfeier kein „Folk im Schloß“ mehr sein kann, sic!), Märchenfestival, dem inzwischen (endlich!) eingestellten Jazzfestival, Klaviertage oder Gitarrentage, die keine Sponsoren aus der Wirtschaft haben. Die Eintrittskarten von jedem Besucher dieser Veranstaltungen werden mit unseren Steuergeldern subventioniert. Die Gehälter der Angestellten der Staatsbad GmbH werden von unseren Steuergeldern bezahlt.

    Ceterum censeo: Staatsbad esse delendam!

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