BGM-Kandidaten in Albertshausen

Der Ortsbeirat Albertshausen kochte leckere Suppen für die 6 Bürgermeister-Kandidaten! 3 kamen: Kira Hauser (FWG), Regina Preysing (Linke) und Ralf Gutheil (SPD). Sie stellten sich den etwa 30 Albertshäusern im Dorfgemeinschaftshaus vor und beantworteten deren Fragen.

Zuvor wurden während eines Rundgang durch das Dorf die Problemzonen besichtigt: Fast alle liegen im Bereich der Durchgangsstraße, die dem Kreis gehört: Fehlende Anbindung des Geh- und Fahrradwegs von Reinhardshausen an der Abzweigung zum Neubaugebiet – dort darf 100 gefahren werden -, ungenügende und gefährliche Situation an der Bushaltestelle in der Dorfmitte, bisher nicht ausgeführter Verbindungsweg von der Dorfmitte zum Neubaugebiet, der auch behindertengerecht sein muss, das Kopfsteinpflaster im Bereich der Dorfmitte, das schon lange nicht mehr zeitgemäß ist und zur Verlangsamung des Verkehrs und damit zur Reduzierung der Verkehrslärmbelästigung der Anwohner führen sollte – ,  der Verfall von Häusern in der Ortsmitte sowie die Rolle des Denkmalschutzes als mutmaßlicher Verhinderer beim Abriss, der „Schandfleck“ des Schrotthändlers bei der Kirche, und die Raserei an den Ortseingängen.

Schließlich ging es auch darum, wie die regionale Landwirtschaft zur Versorgung der Stadt beitragen kann. SPD-Kandidat Gutheil regte an, das Ortsschild vor die Einfahrt zum Neubaugebiet zu verlagern, was eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 an dieser hochgefährlichen Stelle brächte. Im Dorf Wenzigerode könne man Anregungen für erfolgreiche Verkehrsberuhigung holen. Dabei könne die stellenweise mangelhafte Situation bei den Bürgersteigen in der Dorfmitte bereinigt werden. Er unterstütze den Bau des längst überfälligen Verbindungswegs zwischen Dorfmitte und Neubaugebiet.  Zudem ist er für einen Koordinator der Ortsbeiräte mit der Stadt.

Die Kandidatin der Linken, Preysing, möchte als Rathauschefin die Attraktivität des Dorfes steigern, indem sie mit Fördermaßnahmen Fachwerkhäuser erneuert. Indem sie die Stadtverwaltung in eine Stadtentwicklung umwandeln will, hat sie ein Modell im Blick, das auch eine Verbindung der Interessen der Dörfer mit denen der Stadt ermöglichen soll. Sie möchte, dass das Parlament und nicht der Bürgermeister darüber bestimmt, was mit Ideen zur Entwicklung auch der Dörfer passiert. Sie ist für ein „Miteinander“ der Stadt als Ganzes und plädiert dafür, dass man sich mit dem Kreis „an einen Tisch setzen“ soll.

Die FWG-Kandidatin Hauser traut sich zu, die aus ihrer bisherigen Tätigkeit im diplomatischen Dienst erworbenen Fähigkeiten als zukünftige Bürgermeisterin bei der anstehenden Auseinandersetzung mit dem Kreis um eine Verkehrsberuhigung auf der zu lauten und schnellen Kreisstrasse einen langen Atem zu haben. In Bezug auf die von Landwirt Paar sen. angesprochene Glyphosat-Problematik vertritt sie die Meinung, dass das Herbizid wegen des nicht ausgeräumten Krebsverdachts eher zurückhaltend angewendet werden sollte. Am Ende wurde über einen Zusammenhang mit dem Rückgang der Nitratwerte im Leitungswasser gesprochen.

Der Albertshäuser CDU-Stadtverordnete Wackerbarth regte an, Ideen aus dem Dorf über die Partei-Fraktionen in das Stadtparlament einzubringen. Dann würden sie nicht versanden.

Der FDP-Stadtverordnete Schraps forderte, dass der Ortsbeirat von Albertshausen öfter deren Anliegen bei Stadtverordnetensitzungen vortragen sollte.

Der SPD-Stadtverordnete Gutheil teilte mit, dass „Hessenmobil“ zur Verfügung stehende Mittel deshalb wieder an das Land zurück gegeben habe, weil die Kommunen sie nicht abgerufen hätten.

Die Linke-Stadtverordnete Preysing informierte über bereitstehende Mittel zur Lärmreduzierung: Das Regierungspräsidium Kassel wartet bis Ende Januar auf Vorschläge; auch Privatpersonen könnten Vorschläge machen.

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