Drei Fragen an … (1)

Herr Afzal Ali, Besitzer der Gaststätte Lindenhof

Liebe Leserinnen und Leser! Bestimmt erwarten Sie nach dem ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl und vor dem Termin der Stichwahl am 18. März von uns ein paar Informationen als Entscheidungshilfen. Darum hat sich die Redaktion entschlossen, sachkundige Betroffene in Sachen Stadtentwicklung zu befragen. Denn beide verbliebenen Kandidaten haben ja dies Thema in ihrem Programm. Heute kommt Herr Afzal Ali, Wirt der Gaststätte „Lindenhof“ in der Altstadt, zu Wort.

Wie lange haben sie jetzt Ihr Restaurant in der Lindenstraße/Altstadt?
Seit dreieinhalb Jahren. Vorher hatte ich das La Cascada in Reinhardshausen, wo ich mit dem Umsatz zufrieden war. Leider konnte mir damals von der Stadt der Anbau eines Wintergartens nicht genehmigt werden. Dabei habe ich Hilfe von Seiten der Stadt, des Stadtbauamts vermisst. Also habe ich in der Lindenstraße das leer stehende Haus gekauft und neu angefangen.

Wie sind Sie mit der geschäftlichen Entwicklung zufrieden?
Der Start war ganz gut. Mittlerweile haben wir zwar viele Stammgäste. Aber die Umsatzentwicklung ist nicht befriedigend. Unsere Erwartungen waren höher. Inzwischen bedauern wir den Umzug. In der Altstadt ist einfach zu wenig Frequenz. Es kommen zu wenig Besucher und Touristen. Wir liegen in der Mitte der Lindenstraße. Die Stadt ermöglichte uns zum Beispiel nicht, am Marktplatz zu werben. Hier haben wir eine tatkräftige Unterstützung vermisst. Auch das Altstadtbüro konnte nicht helfen.

Am 18. März findet die Stichwahl zum Bürgermeister statt. Welchen Eindruck hatten Sie von Bürgermeister Zimmermann bezüglich der Entwicklung in der Altstadt?
Mit diesem Bürgermeister kommen wir hier nicht weiter. Seit er im Amt ist, also seit fast 12 Jahren, geht es in der Altstadt abwärts. Frau Kühlewind und Bürgermeister Zimmermann waren, seit wir in der Lindenstrasse sind, nie zu Gesprächen über unsere Situation bei uns. Wir vermissen Unterstützung und Beratung. Ich wünsche mir nach der Stichwahl einen neuen Bürgermeister. Er ist jünger, hat Ahnung und ich hoffe, er nimmt unsere Anliegen ernster. Ein Wechsel im Bürgermeisteramt ist nötig. Frischer Wind muss her.

Vielen Dank für das Gespräch!