Was wurde aus den Wohncontainern?

Liebe Leserinnen und Leser, wir bedanken uns beim Autor für diesen kreisweit bedeutsamen Beitrag!

Die bisherige, umfangreiche Berichterstattung in der Print-Lokalpresse lässt einige Fragen offen.
Zur besseren Erinnerung nochmals die wichtigsten Fakten. Die Landkreisregierung kauft Ende 2015 zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms 86 Mobilwohnheime für 1,27 Mio € bei einem litauischen Händler für gebrauchte Mobilheime. Ein Blick in die entsprechende Internetseite ist empfehlenswert, weil aufschlussreich.
14 Einheiten, das sind 16%, wurden in einen nutzbaren Zustand versetzt. Dabei entstanden Anschlusskosten von 74 000 €. Einige dieser Mobilheime wurden und werden dann auch tatsächlich genutzt.
Jetzt sollen die „Kisten“, wohl um ein weiteres finanzielles Desaster abzuwenden und weil sie wohl irgendwie in das Eigentum der jeweiligen Gemeinden übergegangen sind (die Hintergründe bleiben im Dunkel), verkauft werden. Nach den angegebenen Zahlen wurden sie für 500 € bzw. 2000 € pro Einheit verkauft. Einige befragte Bürgermeister schweigen sich sogar zu den Verkaufspreisen aus. Hier kann man nur spekulieren. Also wenn man von einem durchschnittliche Erlös von 1500 € ausgeht, ich denke das ist sehr positiv veranschlagt, kommt man für den Verkauf aller Mobilheime auf einen Betrag von 129 000 €. Demnach haben sich innerhalb von 2 Jahren über 1. Mio € in Luft aufgelöst.
Wer trägt die Verantwortung für diesen Schildbürgerstreich. Na klar, der Steuerzahler. Aber zumindest der Bürgermeister aus Diemelstadt, Herr Schröder, ist schlauer geworden. Aus heutiger Sicht würde er dem Kauf auch nicht mehr zustimmen. (HNA, 2.1.18) Ganz schön teureres Lehrgeld, und dann noch nicht mal aus eigener Tasche bezahlt.
Es ist bedrückend, dass die Kritik des Steuerzahlerbundes ohne Folgen blieb.

Uli Dolenschall, Frankenberg

Das Bild stammt aus einem Katalog von ebay.(die Redaktion)

1 Kommentar

  1. In der F.-Frage läuft alles ganz anders. Da werden gute, alte Tugenden ignoriert.
    Eine siebenstellige Veruntreuung von Steuergeldern hätte in der „guten, alten Zeit“ gravierende Konsequenzen gehabt.
    Aber heute hat jeder Verantwortliche panische Angst davor, in eine rechte Ecke bugsiert zu werden.

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