Viel Verkehr auf der Eder

Dem aufmerksamen Spaziergänger fiel am Mittwoch Vormittag äußerst reger Verkehr auf der Eder bei Wega auf.

Das ist insofern ungewöhnlich, weil es sich hier nicht um Wasservögel wie Schwäne und Gänse handelte, die hier normalerweise in großer Zahl starten, landen, herumschwimmen und dabei, wie die Schwäne, fressen.

Es sah statt dessen so aus, als sollten die Edervögel neue Landebahnen erhalten. Mit großen Maschinen und viel Lärm wird eine Menge Erde bewegt, Inseln werden neu aufgeschüttet, und der Uferbereich nach Wellen hin wird auf großer Fläche umgestaltet. Ein Teil der hohen Weidenbestände und anderen Randbewuchses fallen dabei zum Opfer.

Ein Ortsansässiger, der das Treiben eine Weile beobachtete, konnte nur den Kopf schütteln. O-Ton: „Was das alles kostet… Wofür soll das eigentlich gut sein? Die Eder fließt ja doch nach Fritzlar!“

Dem schließt sich der Alleespatz an – Naturschutz hat er sich immer anders vorgestellt….

4 Kommentare

  1. Ja, das ist eigentlich unfassbar. Als vor einigen Jahren die Brücke zwischen Wega und Wellen neu gebaut werden musste, was sich aus verschiedenen Gründen über Jahre hinzog, durfte vor dem Abriss der alten direkt daneben nicht die neue Brücke mit einem leicht verzogenen Straßenanschluss gebaut werden. Denn dadurch sei das Naturschutzgebiet des Ederufers in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Wer ist wohl nun für diese rabiate „Naturschutzmaßnahme“ verantwortlich?

  2. Nur, ob es wirklich Sinn macht, hier soviel Geld zu verbuddeln, müssen die organisierten Naturschützer und das Hessische Umweltministerium beantworten.
    Verständnis habe ich für die Parlamentarier vor Ort, die dieses Projekt, dass der Stadt kein Geld kostet, durchgewunken haben.
    Man stelle sich vor, der Zweifel hätte gesiegt.
    HR , Monitor, Report, Stern und Spiegel wären Dauergäste gewesen bis hin zu den „Krokodilstränen“ selbsternannter Gurus in den Parlamenten.

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