Test zur Bürgermeisterwahl 2018 in Bad Wildungen (2)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Redaktion präsentiert Ihnen heute Kira Hauser (Freie Wählergemeinschaft) auf Grundlage der Pressevorstellung in der WLZ am 7. 10. 2017

Erkennbare Stärken:

  • Frau Hauser ist gebürtige Bad Wildungerin und nach längeren Auslandsaufenthalten ab 2015 mit ihrer Familie wieder in der Badestadt zuhause.
  • Seit April 2016 engagiert sie sich für die FWG in der Stadtverordnetenversammlung und hat dort eine aktive Rolle gespielt.
  • Frau Hauser hat eine nicht alltägliche Berufslaufbahn im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland.
  • Sie verfügt über Verwaltungserfahrungen in verschiedenen größeren Behörden.
  • 41 Jahre sind ein günstiges Alter, um eine Bürgermeisterkarriere zu anzustreben.
  • Der Blick auf die Kleinstadt Bad Wildungen könnte durch ihre frühere Berufstätigkeit aus einer ganz neuen Perspektive erfolgen.
  • Sie weist offenbar eine relativ starke Unabhängigkeit gegenüber Verflechtungen von Partei- und Interessengruppen auf.
  • Die von ihr genannten Eckpunkte zum Wahlprogramm lassen erkennen, dass sie viele Problembaustellen der Stadt richtig erkennt und vor allem darauf setzen will, dass es nicht bei wohlklingenden Absichten bleibt, sondern dass auch etwas getan wird.
  • Die Notwendigkeit einer Vorstellung von Entwicklungsperspektiven für die Stadt wird von ihr erkannt („Visionen“).

Bemerkte Schwächen:

  • Im Rahmen der bisherigen Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung trat sie noch ziemlich zurückhaltend auf.
  • Die im „Interessen-Dschungel“ des Wildunger Politikbetriebes notwendige Durchsetzungsfähigkeit ist noch nicht erkennbar.
  • Ob sie ihre Erfahrungen im diplomatischen Dienst auf die Lösung von Konflikten zwischen den Fraktionen und die Herstellung von Mehrheiten würde übertragen können, ist doch eher unsicher.
  • Beim Thema Heloponte wird der aktuelle Sachstand von ihr ignoriert.
  • Die längerfristigen Entwicklungsperspektiven der Badestadt müssten konkreter und genauer ausgearbeitet werden; Startups in der Medizintechnologie sind wohl nur ein erster Denkansatz.
  • Sie macht ziemlich kryptische Andeutungen zu den Themen Leerstände, Bildungsangebote, Theaterlandschaft oder Sicherheitskonzepte.
  • Bevor sie Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen in das Stadtparlament einbringen lässt, sollte sie in der Hessischen Gemeinde-Ordnung (HGO) nachlesen.

In der nächsten Folge: Ralf Gutheil (SPD)

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4 Kommentare

  1. Ach, dann hat „Wildungen digital“ wohl der Weisheit letzten Schluss zum Thema Heloponte? Oder der ex-Stadtverordnetenvorsteher, der das Kannewischer-Gutachten im Alleingang beauftragte und der im Übrigen nach § 25 HGO – Widerstreit der Interessen – noch nicht einmal an der Diskussion hätte teilnehmen dürfen?
    Und der mehrfach erklärte Bürgerwille ist „Wildungen digital“ ebenfalls sch…egal?
    Und kommen Sie mir nicht mit der Nawrotzki’schen Sichtweise, dass der Rücklauf zur Bürgerbefragung zu gering gewesen sei. Die Wahlbeteiligung bei der Landratswahl war geringer und zählt doch, oder?
    Nur mal zur Erinnerung: In diesem Land ist der Bürger der Souverän und sein Wille ist zu respektieren.
    Und nicht die Hirngespinste von Möchtegern-Politikern und von Leuten, die ihr Ehrenamt missbrauchen, um damit persönlich Kapital zu ziehen. Damit meine ich jetzt Herrn Nawrotzki, sondern einen Ihrer Mitstreiter, wie er in der Presse genannt wurde.
    Der, der der Meinung ist, das neue Bad sei für die Gäste und nicht für die Bürger.

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